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Unser Gemeindebrief

Liebe Leserin! Lieber Leser!

Braucht Gott ein Haus?
Und wenn ja - wozu?

Welch eine Freude wird es sein, wenn die Schnackenburger ihre alte Kirche neu in Betrieb nehmen! Nach der großen Renovierung endlich wieder normal Gottesdienste feiern. Auch können die Fahrradtouristen die altehrwürdigen Mauern neu bewundern. Immerhin ist Sankt Nicolai gute 8oo Jahre alt!

Man sagt, die Schnackenburger würden schwermütig, wenn sie nicht täglich einmal auf den Kirchturm blickten. Ob das wohl stimmt?

Unsere Ahnen, Vorväter wie -mütter, haben sicherlich schwer gearbeitet, um ihren Beitrag zu diesem Bau zu leisten. Oder haben Sie schon mal einen Bischof mit aufgekrempelten
Ärmeln im Dreck wühlen sehen? Geplant war St. Nicolai als Bischofssitz.

Und all die schönen Dorfkirchen! Schließlich drückt sich in den Altarbildern, den Heiligenfiguren und vergoldeten Schmuckranken der Wunsch aus, diese Häuser für Gott schön zu machen. Räume, die anders sind als unsere Wohnräume,
helfen uns, dass wir andere Dinge erspüren als nur das, was wir schon kennen. Heilige Räume – in denen wir Gott näher kommen.

Vielleicht braucht Gott unsere Kirchen! Um mit uns Kontakt aufzunehmen - um gehört zu werden in dieser Welt. Immerhin
nannte man den Vorläufer des jüdischen Tempels, das mobile Heiligtum, das „Zelt der Begegnung“.

„Aber sollte Gott wirklich auf
Erden wohnen? Siehe, der Himmel
und aller Himmel Himmel können
dich nicht fassen - wie sollte es
dann dies Haus tun, das ich gebaut
habe?“
(1.Könige 8, 24.)

So betet der König Salomo zur Einweihung des Tempels in Jerusalem. Und doch bittet er Gott, dort zu „wohnen“ - und die
Gebete der Menschen anzuhören. Das wäre doch auch eine Chance für Schnackenburg. Nicht nur restaurierte Steine, sondern erneuerte Herzen - zur Einweihung mitzubringen!

Es grüßt Sie
Christine Rüegg,
Pastorin

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