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Musikalische Vesper am 29. Juni 2019 um 18.00 Uhr

Die Kleine Kantorei singt unter der Leitung von Michael Röbbelen Werke von Heinrich Schütz, Felix Mendelssohn-Bartholdy, John Rutter und anderen Komponisten. Cornelius Graf von Bernstorff (Querflöte) spielt Sonatensätze aus der Barockzeit.

„Eine Vesper um 18 Uhr – das ist doch eigentlich ein zweites Frühstück!?“ Diese Frage stellte jemand ganz spontan. Vielleicht geht es auch anderen so, dass man mit der Bezeichnung „Musikalische Vesper“ nicht viel anfangen kann. Es ist natürlich keine Zwischenmahlzeit, keine Jause oder ein Imbiss, bei dem man sein Vesperbrot auspackt. Sondern ein Konzert mit wunderbarer Kirchenmusik.

Vesper (lateinisch vespera, der Abend) ist ein liturgisches Abendgebet im Christentum. Schon in der Urchristenheit wurde der Sonntag mit Psalmgebeten eröffnet. In der Kirche gehen die Uhren anders. Der Tag beginnt aber nicht mit dem Morgenlicht, sondern um 18 Uhr. Dann läuten die Glocken „pro pace“, für den Frieden in der Welt. Und am Sonnabend wird mit vollem Geläut die neue Woche eingeläutet.

In der evangelischen Kirche gibt es eigentlich nur in großen Städten die Möglichkeit, eine Musikalische Vesper zu feiern. Wenn die Thomaner in Leipzig oder der Staats- und Domchor in Berlin eine Musikalische Vesper gestalten, dann ist dies ein wunderbares spirituelles Erlebnis. Auf dem Dorf ist es außerordentlich selten, solch eine Musikalische Vesper erleben zu dürfen. Es ist eine Form des Gottesdienstes, der ohne Predigt das Wort Gottes besonders eindrücklich den Menschen nahebringt.

Michael Röbbelen verwendet nicht nur beim Einstudieren der einzelnen Werke eine hohe Sorgfalt. Auch die Abfolge der einzelnen Stücke ist tief durchdacht. Nicht zufällig stehen Komponisten unterschiedlicher Zeit nebeneinander. Wer sich auf den Spannungsbogen einlässt wird eigene (geistliche) Erfahrungen damit machen.

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