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Gottesdienste und Veranstaltungen sind abgesagt wegen Coronavirus

Wir haben alle Gottesdienste bis zum 19. April 2020, also nach Ostern abgesagt. Das gilt auch für Taufen, Hochzeiten und große Beerdigungen. Chorproben und andere Veranstaltungen finden ebenfalls nicht statt. Die Konfirmation ist auf den 20. September 2020 verlegt.


Wenn man im Fernsehen einen Gottesdienst sieht, ist das eine gute Möglichkeit, sich trotz der Distanz in der Gemeinschaft der Glaubenden zu erfahren. Wir erinnern uns gern an unseren ZDF-Gottesdienst im Sommer 2018. Daher können wir einschätzen, wie viel Einsatz den beteiligten Gemeinden abverlangt wird.

Sonntags um 10.30 Uhr läuten die Glocken in allen sieben Kirchen unseres Kirchspiels, die uns untereinander und mit Gott verbinden. Der „Gottesdienst zeitgleich“ wird gern angenommen.

In dieser Zeit wird von neuem bewusst, welch ein Geschenk es ist, wenn wir mit vielen Menschen wunderbare Gottesdienste, schöne Chorproben und beeindruckende Konzerte erleben können. Das wird von vielen sehr vermisst. Wenn es ganz normal zugeht erkennt man nicht, welcher Schatz uns mit diesen Möglichkeiten der Gemeinschaft geschenkt ist. So wächst die Sehnsucht, dass es wieder möglich sein möge, Gemeinde zu leben.

Jetzt in der Passionszeit müssen wir auf vieles verzichten. Wir lernen ganz unmittelbar, wie Menschen an anderen Orten der Welt und zu anderen Zeiten in den Liedern und Texten der Passionszeit auf Trost und Zuversicht angewiesen sind und waren. Vor allem lernen wir, welchen tiefen Trost und Ermutigung sie im Glauben finden konnten. Das wünsche ich uns auch in dieser Zeit der Pandemie.

Man kann die vielen Nachrichten und Sendungen zum Thema Coronavirus schon fast nicht mehr ertragen. Die Bilder gehen mir nach von Behelfskrankenhäusern und Intensivstationen. Besuche sind nicht möglich. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, wie Menschen in solch einer Umgebung leben und gesunden können. Mein Mitgefühl gilt den Kranken in den Krankensälen. Mein Mitgefühl gilt auch den Mitarbeitenden im medizinischen Bereich, die weit über ihre Kräfte hinaus ganz für die Menschen da sind.

Meine Sorge gilt als Erstes den Erkrankten. Bitte wenden Sie sich bei Bedarf per E-Mail oder per Telefon an das Pfarramt!

Es ist ein unbeschreiblicher Luxus, dass wir in unserem Kirchspiel nicht auf engstem Raum leben. Wer gesund ist, kann noch in den Garten oder in die weite Landschaft gehen. Man kann Fahrrad fahren und vieles andere machen. Jede scheinbare Kleinigkeit kann Grund zu tiefer Dankbarkeit geben. Wenn die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und vieles grünt und blüht werden wir das nicht als Selbstverständlichkeit nehmen. Sondern wir können sagen: Gott sei Dank! Das gilt auch für jedes freundliche Wort und es gilt für die große Hilfsbereitschaft, der ich täglich begegne.


Am kommenden Sonntag Judika ist der Wochenpsalm den Sängerinnen und Sängern der Kantorei Wort für Wort bewusst. Seit längerem probt die Kantorei den 43. Psalm in der Vertonung von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Dieser Psalm endet mit folgenden Worten:

„Was betrübst du dich, meine Seele, / und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, / dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.“

Ich wünsche mir und euch allen, dass wir diesen Psalm wieder in unseren schönen Kirchen singen können. Bis dahin gilt, dass wir auf Gott harren werden. Selbst wenn unsere Seele betrübt ist, und wir eine tiefe innere Unruhe spüren.

Einstweilen wird unser Gesang vereinzelt sein. Im Internet habe ich den 43. Psalm gefunden mit einem herrlichen Gesang der Studenten aus Utrecht.

Einst werden wir verstehen, was wir heute schon singend bekennen: wie herrlich es ist, am Altar Gottes zu sein und ewige Freude und Wonne zu erfahren im Hause Gottes.

Bleibt behütet!
Ihr / Euer
Eckhard Kruse


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Vielleicht finden Sie mit den Stichworten "43. Psalm Utrechtse Studenten" das Video.

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