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Gemeindebrief Sommer 2022

Liebe Leserin! Lieber Leser!

Ich schreibe Ihnen aus der besonderen Zeit zwischen Ostern und Himmelfahrt. Besonders, denn anstatt sich schnell mit der Auferstehung von den Menschen zu verabschieden, bleibt Gott und rundet seinen Abschied ab. Eine Zwischenzeit entsteht.
Gott hält es anscheinend für notwendig, dass Übergänge genutzt werden. Für ihn ist die Auferstehung die Chance, dass sich etwas verändert: Kein weiter so wie gewohnt, sondern ein Neuwerden, wie es gut ist. Und dazu gehört das Ausprobieren, das Wagen, aber niemals das Warten. Den Himmel betritt man nicht durch einen Wartesaal, in dem die Vertröstung miefig ist wie dicke Luft. Der lebendige Gott setzt sich nicht im Himmel zur Ruhe.
„Leben ist dort, wo sich Himmel und Erde berühren“, nimmt Christus als österliche Botschaft mit zu seinem Vater und sagt, so wie er es schon seinen Jüngern gesagt hat: „Der Himmel ist schon hier und jetzt und nicht erst später.“
Damit wir das verstehen, es begreifen, die Chance ergreifen können, macht uns Gott immer wieder Zwischenzeiten zum
Geschenk.
Mit diesen Gedanken stelle ich mich Ihnen als Vakanzvertreter vor. In der Zwischenzeit, bis eine neue Pfarrperson gewonnen werden kann, werde ich Sie, gemeinsam mit vielen anderen, begleiten. Wie lange das dauert, ist in Zeiten vieler Pensionierungen und weniger werdender Pfarrpersonen ungewiss. Interessierte gibt es schon – dank der interessanten Ausschreibung. Bewerbungen fehlen noch. Also werden wir in
der Zwischenzeit tun, was wir können.
Mehr können wir nicht. Besser wäre aber, wenn auch Sie als Gemeindeglieder die Zeit nutzen und Ihre Gemeinden im Kirchspiel und im Bereich Trebel und Gorleben neugierig begleiten. Nur bitte warten Sie nicht einfach ab! Das wäre eine vertane Chance. Wenn Gott sich verändert, kann auch die Kirche nicht ewig die gleiche sein. Helfen Sie gerne dabei, dass sie zu einem Stück Himmel in der realen Welt werden kann.

Bleiben Sie behütet!
Ihr Stephan Wichert-von Holten
Propst

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