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Unser Gemeindebrief

Liebe Leserin! Lieber Leser!

Am 7. Mai feiern wir die Konfirmation. In diesem Gemeindebrief gewinnen Sie Eindrücke aus dem Konfirmandenunterricht heute. Manches ist, wie es immer war. Anderes hat sich verändert.

In meiner eigenen Konfirmandenzeit haben wir uralte Lieder auswendig gelernt. Dies geschah in der Hoffnung, dass wir solch einen Glaubensschatz tief in uns tragen und darauf zurückgreifen können, wenn wir darauf angewiesen sind.
„Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen, / der große Dinge tut an uns und allen Enden, / der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an / unzählig viel zugut bis hierher hat getan.“

Das Ziel des Konfirmandenunterrichts ist heute derselbe, aber der Weg dahin verändert sich. Manches wird auswendig gelernt, aber im Wesentlichen kommt es darauf an, von innen her zu verstehen. „Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen“. Das beginnt mit einer Zeitansage: Jetzt, nicht irgendwann. Es hat mit einer gemeinsamen Grundhaltung zu tun: Alle danken Gott. Wir verdanken uns nicht uns selbst. Als einzelne sind wir zwar wichtig, aber wesentlich ist die Gemeinschaft. Alle gemeinsam, verbunden im gemeinsamen Gesang, im Glauben, in der Kirche. Daher gestalte ich die Konfirmandenzeit „mit Herzen, Mund und Händen“.

Mir ist es als Pastor natürlich klar, dass die äußeren Erlebnisse im Vordergrund stehen und erzählt werden. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass sich dies tief im Herzen einprägt. Wenn man später irgendwann einmal das uralte Lied in einem Gottesdienst singt, dann wird einem vielleicht auch innerlich bewusst, wie viel Gutes uns Gott „von Mutterleib und Kindesbeinen an“ geschenkt hat.

Mir persönlich bedeutet es sehr viel, den Glauben nicht als verstaubtes Wissen zu lehren. Nicht die Asche in einem Museum zu zeigen, sondern das lebendige Licht des Glaubens an eine neue Generation weiterzugeben. Gerade bei den praktischen Einsätzen erleben die jungen Leute, dass sie wirklich gebraucht werden: Als Teil der Gemeinde, als Leib Christi. Christus hat keine Hände, er hat aber unsere Hände.

Mir bereitet es ein stilles Vergnügen, wenn ich den Satz einer Konfirmandin lese: „Der Konfirmandenunterricht ist gar nicht so schlimm, wie es klingt.“

Ihr / Euer
Pastor Eckhard Kruse

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