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Kirche & Umwelt

Umwelterklärung

Blick durch das Forum auf die Streuobstwiese

Im Jahre 2008 haben wir eine erste Umwelterklärung durch die Ev.-luth. Kirchen-gemeinde Gartow abgegeben. Diese ist regelmässig weiterzuentwickeln. So hat sich das Team „Grüner Hahn“ weiter mit den Fragen der verantwortlichen Nutzung der Ressourcen und eines nachhaltigen Wirtschaftens befaßt. Besonders zu danken ist Fred Kontschakowsky, der mit Klaus Gesser sich regelmässig um die Fragen der Energieeffizienz in unserer Gemeinde befaßt hat. Beide haben sich sehr verdient gemacht mit einer kontinuierlichen ehrenamtlichen Arbeit im Sinne der Schöpfungs-verantwortung. Ob es um Beratung des Kirchenvorstandes ging bei Neuanschaf-fungen oder Anregungen für einen effizienten Umgang mit Energie oder bei der Dokumentation sämtlicher Verbrauchsdaten, stets haben sie sich vorbildlich engagiert. Sie haben auch an den Schulungen der evangelischen Kirche teilgenommen und viele Anregungen in unserer Gemeindearbeit eingebracht.

In den Umweltleitlinien unserer Gemeinde heißt es: „Wir pflegen eine Kultur der Achtsamkeit, die geprägt ist vom ehrfürchtigen Dialog mit Gott und seiner Welt.“ Das bedeutet, daß wir uns von Visionen leiten lassen und Ziele entwickeln. Dafür entwickeln wir die erforderlichen Strategien. Solche Strategien lassen sich nicht rigide umsetzen, denn dies macht unsensibel für schwache Signale. Langsame Prozesse lassen sich nur schwer wahrnehmen, weil sich ein Gewohnheitseffekt einstellt. Was Außenstehende erkennen, bleibt für den Insider unsichtbar.
Das Projekt „Grüner Hahn“ hilft uns, einen Überblick über die Umsetzung unserer Kirchenvorstandsbeschlüsse zu behalten und stets rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Das im Kapitel „Umweltmanagementsystem“ entfaltete strukturierte Vorgehen hat sich weiterhin bewährt.

Bei der ersten Umwelterklärung haben wir gesagt: „Es geht um die Etablierung einer entwicklungsförderlichen Fehler - Kultur, bei der nicht der Erfolg und die (scheinbare) Fehlerfreiheit herausgestellt werden, sondern die nüchterne und selbstkritische Wahrnehmung. Es gilt, selbst begangene Fehler zu protokollieren, um ein Gespür dafür zu entwickeln, wie sich manche kleinen Fehler in der Summe auswirken. Eine solche Fehler – Kultur ermöglicht eine frühzeitige Bearbeitung und hilft, rechtzeitig dort einzugreifen, wo es in einem späteren Stadium viel mehr Zeit und Geld erfordern würde.“ Dies hat sich auch in dem zweiten Berichtszeitraum bewahrheitet. Bei der Dokumentation der Wärmegewinnung werden Sie feststellen, daß wir einen erheblichen Fehler festgestellt haben. Für die Jahre 2007 und 2008 haben wir die Daten für die Heizungsanlagen im Pfarrhaus und in der Kirche aus der Statistik herausnehmen müssen. Denn sie bildeten kein schlüssiges Ergebnis. Der Kirchenvorstand hat daraufhin eine erhebliche Investition getätigt für neue Meßgeräte. Aber was wir kaum glauben konnte wurde nun auch mit den aufwändigen Messungen bestätigt: Wir konnten den Energieverbrauch durch ein Bündel von Maßnahmen um zwei Drittel senken! Dies ist sicher das herausragende Ergebnis unserer zweiten Umwelterklärung.

Andere Einsparungen lassen sich nicht so unmittelbar aus den Tabellen ablesen. Aber sie bringen doch erhebliche Einspareffekte. Durch notwendige Veränderungen der landeskirchlichen Vorgaben waren wir genötigt, die Pfarrämter Gartow, Restorf und Schnackenburg zu einem gemeinsamen Pfarramt zusammenzuführen. Dies haben wir mit erheblichen strukturellen Veränderungen verbunden, die in ihrer Gesamtheit ebenfalls einen sehr hohen Einspareffekt bedeuten. Denn wir haben die Pfarrbüros zu einer Einheit zusammengefaßt. Dadurch sind die Räume im Pfarrhaus in Gartow sehr viel intensiver genutzt. Dies hat nur zum Teil zu einer Steigerung der Verbrauchsdaten in Gartow geführt. Zu berücksichtigen ist, daß an anderen Orten dadurch erheblich weniger Ressourcen verbraucht wurden. Auch die Abfallmengen sind konstant geblieben – im Ganzen betrachtet kann man daher durch den Wegfall der Pfarrbüros in Restorf und einer erheblichen Reduzierung der Nutzung in Schnackenburg von einer Halbierung der Abfallmengen und des Einsatzes von Energie sprechen.

Das Projekt „Grüner Hahn“ hat sich bewährt. Diese Umwelterklärung soll uns selbst und andere weiterhin ermutigen.

Nachstehend finden Sie als Beispiel eine vollständige Umwelterklärung als PDF zum Herunterladen.

Ihr Pastor und Gemeindeberater
Eckhard Kruse

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